reiseberichte südostasien

1.bangkok - phang nga

2.koh phi phi - koh lanta

3.koh lanta - ko jam - langkawi

4.koh lipe - thaleh noi

5.koh phangan - koh tao

6.ranong - koh payam - jomtien/pattaya

7.jomtien/pattaya - kanchanaburi - chiang mai

8.laos

9.kambodscha

1. bangkok - phang nga
(7.11.03-11.11.03)

Nach einem angenehmen ca. 11-stündigem Flug sind wir endlich in Bangkok angekommen. Die Stadt empfängt uns mit lautem Verkehrslärm und der typischen Schwüle. Es hat ca. 30 Grad. und um 18.00 Uhr beginnt es bereits zu dämmern. Nach einer Busfahrt zum Backpackerparadies Khao San Road, finden wir in einer Nebenstraáe eine billige Unterkunft für 250 Baht (ca. 6,50 Euro) pro Nacht und Zimmer inkl. Frühstück. Nach einer durchwachten Jetlag-Nacht, stürzen wir uns zunächst in das enge Menschengetümmel von Chinatown wo man eigentlich so gut wie alles kaufen kann.
Am Abend haben wir Glück, da das einmal jährlich stattfindende Loy Krathong-Fest (1.Vollmond nach der Regenzeit) ist. Dazu werden mit Blumen und Kerzen geschmückte Schiffchen auf Flüssen und Seen ausgesetzt. In die Mitte kommt ein Zettel mit den Wünschen für das neue Jahr. Wir haben am Fest auf einer Fahrt im Longtailboot durch die Seitenarme des Chao Praya River teilgenommen. Es war wirklich ein tolles Erlebnis überall die Menschen beim Einsetzen der Blumenboote zu beobachten.
Nach einem gemütlichen Tag im InternetCafe (Dass Computer so langsam sein können!) und beim Bummeln, sind wir am Abend Richtung Phang Nga gestartet und am Vormittag dort angekommen. Wir sind - so wie es zunächst aussieht - mit noch 4 anderen die einzigen Phalang (Langnasen) in der Stadt. Am Nachmittag erleben wir den ersten tropischen Schauer mit: Es schüttet wie aus Eimern und das mindestens 1 Stunde lang.
Am nächsten Morgen starten wir mit dem Longtailboot zusammen mit anderen Backpackern in die Phang Nga Bucht. Wir fahren bei wunderschönem Wetter durch die Mangrovenwälder, besichtigen viele Höhlen, kleine Buchten und die Insel die durch den James Bond-Film "Der Mann mit dem goldenen Colt" berühmt wurde. Auf dem Rückweg erleben wir den nächsten heftigen Schauer auf dem Boot. Wir werden in 5 Minuten bis auf die Unterwäsche nass. In einem muslimischem Dorf, das komplett auf Stelzen steht, besorgen wir uns Regencapes für die Rückfahrt. In solchen Momenten sehnt man sich dann doch auch mal nach einer heissen Dusche, die aber in Thailand nur in Luxushotels zu bekommen ist...

14.11.2003

1.bangkok - phang nga

2.koh phi phi - koh lanta

3.koh lanta - ko jam - langkawi

4.koh lipe - thaleh noi

5.koh phangan - koh tao

6.ranong - koh payam - jomtien/pattaya

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9.kambodscha

2.koh phi phi - koh lanta
(12.11.03-17.11.03)

Am nächsten Morgen fahren wir mit dem Bus weiter nach Krabi. Im Bus treffen wir Christina aus Dänemark sowie Paul und Marjolein aus Holland wieder, die wir von der gestrigen Tour noch kennen. Zusammen fahren wir mit der Fähre nach Koh Phi Phi. Leider suchen wir fast 3 Stunden nach einer günstigen Unterkunft. Wir finden am Ende eine billige Absteige und beschliessen, uns am nächsten Morgen nach einer besseren Unterkunft umzusehen.
Tags darauf finden wir nichts besseres als einen etwas weiter vom Strand entfernten Bungalow für 600 Baht (ca. das Dreifache, was wir sonst bezahlt haben!) Koh Phi Phi ist eine wunderschöne Insel auf der es keine Strassen und Autos gibt; leider ist sie inzwischen schon so vom Massentourismus eingenommen, dass es trotzdem keine Ruhe gibt. Die Motoren der unzähligen Longtailboote röhren Tag und Nacht. An diesem zweiten trüben Tag erkunden wir die Insel etwas genauer und buchen für den nächsten Tag zusammen mit Christina, Paul und Marjolein zwei Tauchgänge nahe der Insel Phi Phi Leh.
Der 1. Tauchgang verläuft schon phantastisch: wir sehen einen Leopardenhai am Grund liegen, sowie mehrere Muränen und Seeschlangen. Zum Lunch hält unser Boot an der weltberühmten Maya Bay (Drehort von "The Beach"). Auch davon sind wir etwas enttäuscht, da man vor lauter Ausflugsbooten den Strand kaum sieht. Dafür wird unser 2. Tauchgang zum absoluten Highlight: In unserem 20 Tauchgang sehen wir unsere 1. Schildkröte, die genüsslich vor uns ein paar Algen frisst. Danach geht es durch mehrere kleine Höhlen weiter: und da liegt der nächste Leopardenhai! Von den vielen Tauchern etwas aufgeschreckt, schwimmt er direkt an mir (Simone) vorbei los (ich kann es mir natürlich nicht verkneifen, ihn am Schwanz zu berühren) und kommt nachher nochmal zurück - direkt auf mich zu - gottseidank ist er vollkommen harmlos! Danach sehen wir noch einen Sepia (Tintenfisch) und 4 Feuerfische nebeneinander. Was für ein Tauchgang! Danach verbringen wir den letzten Abend mit Christina, Paul und Marjolein.
Am nächsten Tag setzen wir mit der Fähre nach Koh Lanta über. Dort finden wir sofort eine günstige Unterkunft, da die Insel nicht ganz so touristisch ist. Es ist ausserdem noch Vorsaison und ruhig am Strand. Wir relaxen auf Hängematten am Strand, geniessen den Sonnenuntergang und tolle Thaiküche an der Strandbar.

14.11.2003

1.bangkok - phang nga

2.koh phi phi - koh lanta

3.koh lanta - ko jam - langkawi

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3.koh lanta - ko jam - langkawi
(18.11.03-26.11.03)

Die Tage auf Koh Lanta haben wir zum Ausspannen und für unsere Homepage genutzt. Die einzige Aufregung wurde durch die allabentlichen Besuche von 1-2 Kakerlaken in unserem Bungalow verursacht, aber daran gewöhnt man sich auch. Wir haben dann noch am letzten Tag eine Tauchtour zu den berühmten Felsen Hin Daeng und Hin Muang unternommen (die wir eigentlich schon von Koh Phi Phi aus machen wollten), um dort nach Mantas Ausschau zu halten. Leider hatten wir diesmal kein Glück. Die Mantas zeigten sich nur anderen Tauchteams während wir auf unserem Boot Mittag machten :-( Waren trotzdem 2 schöne und interessante Tauchgänge.
Am nächsten Tag machten wir noch für 1 Nacht Station auf der kleinen Insel Koh Jum, die zwischen Koh Lanta und Krabi liegt. Die Fähre stoppt dabei auf offenem Meer und man wird mit Longtailbooten von dort abgeholt . Nach einem ruhigen Tag am Strand und einer Inselerkundung, fällt leider die Nacht weniger erholsam aus. Der Stromgenerator läuft nur von 18.00 - 23.00 Uhr. Danach wurde es ohne Ventilator unerträglich heiss und am nächsten Morgen waren meine Beine völlig verstochen. Waren das jetzt Bettwanzen oder ein Moskito, das sich unter das Netz geschlichen hatte? Jedenfalls ist bei uns seitdem die Erste-Hilfe-Decke als Matratzenauflage Pflicht!
Am nächsten Tag geht es weiter in den Süden nach Satun. Dort gestaltet sich die Hotelsuche und später auch die Restaurantsuche schwierig, da fast überall nur Thaischriftzeichen zu sehen sind. Aber wir werden in beiden Fällen fündig. Satun an sich ist nicht besonders sehenswert. Dafür Langkawi, die nördlichste Insel Malaysias, umso mehr. Dorthin sind wir am nächsten Tag übergesetzt.
Wir haben im Südwesten der Insel (Cenang Beach) eine nette günstige Unterkunft mit sehr familiärer Atmosphäre gefunden, die sich als der Backpackertreffpunkt herausgestellt hat. Um in den Norden zu kommen, wo Saschas Freunde aus Möglingen die letzten Tage ihrer Malaysia-Rundreise verbrachten, haben wir uns ein Moped ausgeliehen. Deren Hotel und die einsame Bucht sind wirklich ein Traum. Den ersten gemeinsamen Abend liessen wir dann bei uns am Strand im Reggae- Cafe mit Livemusik ausklingen. Cocktails und Bier haben uns allen geschmeckt ;-)
Am nächsten Tag durften wir am Luxus-Hotelleben teilhaben: Swimmingpool, warmes Duschwasser (in einem Bad grösser als unsere eigene Unterkunft!), Cocktails auf der Sonnenliege und ein super Buffet am Strand waren die Highlights des Tages. Zu alledem wurden wir eingeladen. Tausend Dank nochmals an dieser Stelle.
Mit dem Moped haben wir ausserdem noch 2 schöne Wasserfälle besichtigt, bei denen wir auch einige Affen zu Gesicht bekamen. Abends lernten wir noch eine grössere Gruppe Segler kennen, die gerade eine Regatta beendet hatten und aus allen Teilen der Welt kamen. Danach gab es noch eine super Beachparty mit einigen Freunden von unserem Guesthouse.
Die nächsten 3 Tage auf Langkawi verbrachten wir mit lesen am Strand, gemeinsamen Abenden am Strand und in Restaurants mit den Freunden aus dem Gecko Güsthouse. Wir waren oft zu zehnt und mehr unterwegs. Es war wirklich sehr nett. Zwischendurch gab es immer mal wieder heftige Schauer.
In diese Zeit fiel auch das Ende des Ramadan, der Fastenzeit der Moslems. Es wird Hari Raya genannt und bedeutet eine 2 Tage andauernde Feier bei der den ganzen Tag gegessen wird. Während dieser Zeit waren auch fast alle Geschäfte und Restaurants geschlossen. Sascha wurde sogar von einer malaysischen Familie zum Essen (mit den Fingern) eingeladen, während ich meinen Hangover von der Strandparty auskurierte ;-)

05.12.2003

1.bangkok - phang nga

2.koh phi phi - koh lanta

3.koh lanta - ko jam - langkawi

4.koh lipe - thaleh noi

5.koh phangan - koh tao

6.ranong - koh payam - jomtien/pattaya

7.jomtien/pattaya - kanchanaburi - chiang mai

8.laos

9.kambodscha

4.koh lipe - thaleh noi
(27.11.03-03.12.03)

Unser nächstes Ziel war Koh Lipe, eine kleine Insel die zum Koh Tarutao Marine Parc gehört. Wir sind zu siebt dorhin gereist: 2 Engländerinnen (Cat und Caroline), eine Holländerin (Marion), eine Kanadierin (Stephanie), wir zwei, sowie Annemarie, eine Irin, die uns von dieser traumhaften Insel erzählt hat. Und es war wirklich wie im Paradies: das Wasser türkisblau und glasklar und ausserdem viel erfrischender als an all den anderen Stränden, an denen wir bisher waren. Wir kamen alle in Bambushütten direkt am palmengesaumten Strand unter.
Es gibt 3 Buchten auf der Insel. Alle mit türkisfarbenem Wasser und feinem Sand. Unsere Hütten waren an der kleinsten, malerischsten Bucht. Beim Schnorcheln von unserem Strand aus konnten wir viele Hartkorallen und Fische (z.b. bunte Papagaienfische) sehen. Die Insel lässt sich leicht zu Fuss erkunden. Man trifft nur auf wenige Menschen. Die Inselbewohner sind Seezigeuner, die eine Mischung aus Indonesisch, Malay und Thai sprechen. Strom gibt es nur abends aus dem Generator.
Auf der Insel treffen wir auch das nette schweizer Pärchen wieder, das mit uns im Minibus Richtung Süden fuhr. Der einzige Minuspunkt ist unser dunkles Bad, in dem sich 2 grosse Spinnen (ca. 10 cm Durchmesser) zuhause fühlen. Die Abende lassen wir in der neu errichteten Jack's Jungle Bar ausklingen,. die etwas weiter landeinwärts liegt. Jack (heisst eigentlich Jak und ist Thai) erzählt uns viel über sein Land, Elefanten, Religionen und Landsleute. Er spricht sehr gut englisch.
Am letzten Tag lassen Sascha und ich uns noch mit dem Longtailboot auf die nächste Insel fahren (Koh Adang). Dort erklimmen wir die Felsen zum Lookout, von dem aus sich die komplette Insel Koh Lipe sehen lässt. Nach 3 Wochen ohne Sport sind wir nach dem steilen Aufstieg total erschöpft. Aber es tut auch gut, sich mal wieder sportlich zu betätigen. Danach haben wir den Strand fast für uns allein. Es ist nur noch ein Franzose mit seinem Zelt in der Nähe, der schon zum 2. Mal mehrere Monate hier verbringt. Auch hier lohnt sich das Schnorcheln. Den letzten Abend lassen wir mal wieder in Jack's Jungle Bar beim Jenga-Spielen ausklingen.
Unser nächstes Ziel war Phattalung und der Thaleh Noi Bird Sanctuary. In Phattalung angekommen, fiel uns auf, dass hier so gut wie Niemand englisch spricht. Und auf der Suche nach einem Restaurant mit englischsprachiger Karte, merkten wir bald, dass das einzige im Ort gerade geschlossen hatte. Also blieb uns nichts anderes übrig, als auf dem Nightmarket nach bekannt aussehendem Essen Ausschau zu halten. Wir fanden auch tatsächlich Pad Thai (gebratene Nudeln mit Nüssen und Gemüse), was auch sehr gut schmeckte, mir aber leider gar nicht gut bekam.
Am nächsten Morgen machten wir uns auf den Weg zum Thaleh Noi (See). Auch hier waren wir froh, zumindest die Zahlen auf Thai zu können. Wir kamen nach einigen Unklarheiten und Zeichensprache schliesslich in einem privat vermietetem Haus im Dachgeschoss mit Blick auf den See unter. Andere Unterkünfte sahen wir nicht. Man muss dazu sagen, dass wir bemerkt haben, dass in den neueren Ausgaben des Lonely Planet-Reiseführer weder Phattalung noch Thaleh Noi erwähnt werden - das erklärt die seltenen Touristenbesuche und das nicht vorhandene Englisch der Einheimischen.
Nachmittags unternahmen wir eine Bootstour auf dem Seen- bzw. Sumpfgebiet. Diese hat sich wirklich gelohnt. Wir sahen sehr viele unterschiedliche Wasserpflanzen und Vogelarten, vom Adler über Störche bis zu Schwalben, die unser kleines Boot ständig begleiteten - leider war das einzige englische Wort unseres Fahrers "Bird", so dass wir nicht ganz so gut informiert zurückkehrten. Wegen einsetzendem Regen retteten wir uns zweimal in Unterstände mitten auf dem See. Einmal wurden wir dabei von einer thailändischen Familie, die gerade hier ihren Urlaub verbrachte, spontan zum Essen eingeladen. War wirklich lecker und wir haben es sogar gut vertragen.
In den letzten 2 Tagen wurden wir von so vielen Thais freundlich angesprochen, ohne dass wir uns richtig mit Ihnen verständigen konnten, da hätten wir uns oft gewünscht, etwas mehr Thai zu sprechen.

05.12.2003

1.bangkok - phang nga

2.koh phi phi - koh lanta

3.koh lanta - ko jam - langkawi

4.koh lipe - thaleh noi

5.koh phangan - koh tao

6.ranong - koh payam - jomtien/pattaya

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8.laos

9.kambodscha

5.koh phangan - koh tao
( 04.12.03-18.12.03)

Nach einer Nacht in Surat Thani ging es mit der Faehre weiter nach Ko Phangan. Wir kamen in einem netten Resort an einem ruhigen Strand (Sri Thanu) an der Westseite der Insel unter. Am ersten Tag haben wir uns gleich eine Thaimassage am Strand gegoennt. Hier ist alles (Unterkunft, Essen, Massage) ausser Internet ziemlich guenstig. Trotzdem haben wir endlich mal wieder Zeit und ausserdem genuegend Bilder fuer unsere Homepage. Leider geht es uns beiden an diesem Tag nicht sehr gut: ich habe heftige Bauchkraempfe und Sascha starke Schmerzen im Knie.
Uns beiden geht es jedoch am naechsten Tag, als Steffen (ein Freund aus Stuttgart) bei uns eintrifft, schon wieder besser. Mit ihm mieten wir uns 2 Mopeds und erkunden damit die Insel. Wir fahren zu 2 wunderschoenen Wasserfaellen. Am ersten Wasserfall entdecken Fische meine Fuesse als Spezialitaet. Es ist schon ein komisches Gefuehl, wenn einem von 10 Fischen gleichzeitig an den Zehen geknabbert wird. Der 2. Wasserfall (Phaeng Waterfall) ist ziemlich spektulaer: er ergiesst sich in mehreren Kaskaden den Berg hinunter. Wir geniessen die erfrischende Dusche und den tollen Ausblick auf die Bucht.
Am naechsten Tag erkunden wir mit unseren Motorraedern die Kuestenstrassen. Und auf einer Dirt Road passiert es: der naechste Platten! Dieses Mal bedeutet es jedoch, dass Sascha am Strassenrand 2 Std. auf den Mechaniker warten muss! Abends ist dann Fullmoonparty am Had Rin Beach angesagt. Ca. 6000 Leute trafen sich an diesem Abend zur monatlichen Party. Das Wetter spielte gottseidank mit, es blieb trocken und der Vollmond war die ganze Nacht zu sehen.
Das ganze muss man sich wie eine Art Volksfest mit Techno- und anderer Dancemusic vorstellen: ca. 8-10 verschiedene Partylocations befinden sich aneinandergereiht am Had Rin Beach. Die Leute tanzen am Strand, im Wasser und in den Bars. Viele Feuerjongleure geben Ihre Kuenste im Rhythmus der Musik zum besten. Gegen 5 Uhr legen wir uns fuer eine Stunde zum Schlafen an den Strand, um danach den Sonnenaufgang zu bewundern. Als wir dann gegen 8.00 Uhr heimgehen, ist der Strand immer noch überfüllt mit tanzenden Menschen, die teilweise bis zum Nachmittag weitergefeiert haben.
Nach einem herzhaften Fruehstueck verbringen wir den Tag mit Schlafen und in der Haengematte liegen. In der Nacht setzt dann ein heftiger Sturm und starker Regen ein. Es regnet danach die naechsten 3 Tage auf Ko Phangan. Die meiste Zeit sowie die Abende verbringen wir mit Paul, einem verrueckten Australier und Matt, einem Englaender zusammen. Die Pirates Bar, eine schoen gestaltete Bar direkt am Strand, ist dabei unser bevorzugter Treffpunkt.
Danach geht es weiter nach Ko Tao. Dort angekommen,fahren wir auf abenteuerlichen, steilen, unbefestigten Wegen auf die Ostseite der Insel (Tanote Bay), die besonders gut zum Schnorcheln sein soll. Leider regnet es hier so weiter wie auf Ko Phangan angefangen, so dass wir etwas festsitzen. Steffen geht es leider gar nicht gut: er hat starke Bauchkraempfe und Durchfall. Meine Erkaeltung verschlechtert sich auch zusehends und daher bleibt mir - auch als das Wetter wieder besser wird - nichts anderes uebrig, als die Tage in der Haengematte zu verbringen. Sascha schnorchelt inzwischen eifrig an unserem genialen Hausriff (an dem Papageienfische von bis zu 60cm Laenge und grosse bunte Fischschwaerme zu sehen sind) und erkundet die Umgebung.
Wegen Steffens und meiner angeschlagenen Gesundheit, beschliessen wir, laenger als geplant auf Ko Tao zu bleiben und dafuer den Kao Sok Nationalparc auszulassen.
Nach ein paar Tagen sind wir wieder fit und begleiten Sascha beim Schnorcheln und Fische fuettern unter Wasser. Dann setzen wir mit der Faehre nach Chumphon ueber. Leider ist die See immer noch sehr stuermisch und wir sind froh, als wir nach 3 Stunden endlich das Festland erreichen.

28.12.2003

1.bangkok - phang nga

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6.ranong - koh payam - jomtien/pattaya

7.jomtien/pattaya - kanchanaburi - chiang mai

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6.ranong - koh payam - jomtien/pattaya
(19.12.03-27.12.03)

Von Chumphon aus fahren wir nach Ranong, wo Sascha und ich am naechsten Tag einen Visa-Run nach Myanmar/Burma unternehmen. Anstelle einer organisierten Bootsfahrt ueber die Grenze, waehlen wir eine guenstigere Variante, indem wir mit einem Haendler und seinen Waren im Longtailboot nach Myanmar herueberfahren. Alles klappt problemlos: wir bekommen sowohl Ein- als auch Ausreisestempel von Myanmar und haben damit fuer weitere 30 Tage ein Visa fuer Thailand.
Am naechsten Tag setzen wir am fruehen Morgen nach Ko Payam ueber, einer Insel, die nur in den aktuellsten Reisefuehrern verzeichnet ist. Dort ist alles noch sehr wenig touristisch, es gibt ein sehr kleines Fischerdorf mit kleinen Laeden und Restaurants, alles laeuft ueber Generatorstrom und Mopeds sind die einzigen motorisierten Fortbewegunsmittel auf der Insel. Nach einer ca. 15 minuetigen, sehr anstrengenden Fahrt mit grossem Rucksack auf dem Ruecksitz eines Rollers, kommen wir am groessten Strand, Ao Yai an. Es handelt sich hier um eine grosse Sandbucht auf der nur wenige Resorts mit weitem Abstand zueinander verteilt sind. Vom Strand aus sind die Huetten unter Baeumen allerdings kaum zu erkennen.
Die Tage dort gehen viel zu schnell vorbei: wir unternehmen einige Wanderungen ins Dorf (etwas mehr als 1 Std.), werfen uns mit Bodyboards in die zum Teil beachtlichen Wellen, liegen am Strand und in der Haengematte und trinken abends bei Nico an der Strandbar noch einige Cocktails zu einem einmalig schoenen Sternenhimmel. Wir haben uns den richtigen Platz zum Weihnachtenfeiern ausgesucht.
An Weihnachten spielen wir - nachdem unsere Kamera aergerlicherweise gerade an diesem Tag beschliesst, nicht mehr zu funktionieren - am Spaetnachmittag Volleyball, stuerzen uns bei Sonnenuntergang in die Fluten und stossen danh auf unserem Balkon mit einigen selbstgebastelten Kerzen- und Blumengestecken gemeinsam mit Becky und Adam aus Kanada und Steffen auf Weihnachten an. Danach bekommen wir im thai-franz. Nachbarresort gerade noch etwas vom Weihnachtsbuffet mit Krebsen in Curry, Haehnchem mit Cashewnuessen und zum Nachtisch echte Crepes. Den Abend lassen wir noch in 2 verschiedenen Strandbars ausklingen.
Am naechsten Nachmittag machen Sascha und ich uns auf dem Weg zu Saschas Vater nach Jomtien/Pattaya, waehrend Steffen sich noch nicht von der Insel trennen kann und beschliesst, nachzukommen. Nach einer angenehmen Fahrt im VIP-Nachtbus, in dem man fast im Liegen schlafen kann, kommen wir am 2. Weihnachtsfeiertag bei Saschas Vater an. Die Digitalkamera beschliesst nun, ab und zu doch wieder zu funktionieren...
Am gleichen Tag konnten wir uns noch von der Nahrungsvielfalt in Pattaya ueberzeugen und damit kam auch etwas Weihnachtsstimmung auf: wir assen guten Christstollen aus einer deutschen Baeckerei! Am ersten Abend kamen wir ausserdem gleich in den Genuss von super Seafood. Wir waren in einem Restaurant, in dem Osram, die Freundin von Saschas Vater, die Gerichte auswaehlte und wir in echter Thaimanier von allem ein wenig probieren konnten...lecker!
Der gemeinsame Besuch von einem Wat wurde mal wieder zu einem Highlight. Wir wurden, zusammen mit einer kleinen Gruppe von Menschen, von den Moenchen mit Singsang und viel geweihtem Wasser gesegnet. Wir waren - wie schon vor 3 Jahren- dabei die einzigen Pharang (Nicht-Asiaten). Ausserdem zuendeten wir jeweils 3 Raeucherstaebchen an und verneigten uns 3mal vor der Buddha-Statue und uebergaben den Moenchen zum Beginn einige Geschenke und Blumen.
Ein typischer "Geschenkeimer", den es ueberall zu kaufen gibt, enthaelt Lebensmittel, Koerperpflegemittel sowie auch Schuhe und andere praktische Gegenstaende des taeglichen Lebens. Wenn sich die Moenche an den mitgebrachten Speisen sattgegessen haben, koennen sich arme Leute die Reste mit nach Hause nehmen. Wir erlebten eine alte gebrechliche Frau mit ueber 90, die sich einigen Reis und Sossen mitnahm.

28.12.2003

1.bangkok - phang nga

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6.ranong - koh payam - jomtien/pattaya

7.jomtien/pattaya - kanchanaburi - chiang mai

8.laos

9.kambodscha

7.jomtien/pattaya - kanchanaburi - chiang mai (28.12.03-13.01.04)

Bei Saschas Vater haben wir nette 9 geruhsame und auch erlebnisreiche Tage erlebt. Es war auch mal angenehm, fuer laengere Zeit seinen Rucksack nicht packen zu muessen. Steffen ist auch wieder zu uns gestossen und am Sylvestermorgen haben wir Sascha Bruder Tobi und seine Freundin Maren vom Flughafen abgeholt.
Der 31.12. ist gleichzeitig auch der Geburtstag von Saschas und Tobis Vater, d.h. es gab eine tolle Geburtstags- und Sylvesterparty mit frisch zubereiteten thailaendischen Spezialitaeten und deutscher Ananasbowle. Dazu halfen die Freunde aus der Nachbarschaft schon ab dem Nachmittag beim Zubereiten der Leckereien und wir schauten soviel es ging ueber die Schulter (und schmeckten ab ;-) um mehr ueber die thailaendische Kueche zu erfahren.
Es war interessant, zusammen mit den thailaendischen Freunden aus der Strasse zu feiern. Es sollte auch nicht das letzte Fest gewesen sein: Gleich am naechsten und uebernaechstenTag wurden wir zu Neujahrs- und Geburtstagsparties eingeladen und mit Essen und Getraenken ueberhaeuft. Die thailaendische Gastfreundschaft ist schon einmalig!
Weitere Unternehmungen waren der Besuch eines Zoos, durch den man mit dem Auto fahren kann, der Besuch eines evangelischen Gottesdienstes in Bangkok, das Erstehen einer neuen Digitalkamera und der Besuch der Insel Ko Sarn vor Pattaya (leider herrschen an den Straenden um Pattaya ueberall Adria-Verhaeltnisse: Liegestuhl an Liegestuhl und viele Motorboote und Jetskis).
Am letzten Tag charterten wir ein Boot + Kapitaen und fuhren zum Angeln hinaus. Wir holten jede Menge Fische herauf (ca. 5-10 pro Person), ausserdem einige Tintenfische und konnten sie nach der Zubereitung von Osram und dem Kapitaen gleich auf dem Boot verspeisen. Wir haben noch nie so guten Fisch gegessen und konnten nicht genug davon kriegen!
Am 04.01.04 reisten Sascha und ich ab nach Kanchanaburi, wo die Bruecke ueber den River Kwai steht. Wir sind begeistert von der netten kleinen Stadt und der beeindruckenden und idyllisch gelegenen Bruecke. Es sind ueberraschenderweise nur wenige Touristen zu sehen. Die Guesthouses sind ebenfalls sehr nett am Fluss gelegen. Der Friedhof mit den vielen Graebern der Kriegsgefangenen, die bei dem Brueckenbau ums leben kamen, stimmt uns nachdenklich.
Nachmittags machen wir einen Ausflug zu den Tempel-Tigern. Dort im Wat wurden Tiger und andere Tiere, die urspruenglich irgendwelchen Thaifamilien gehoerten und dann nicht mehr erwuenscht waren, von den Moenchen aufgenommen und gepflegt. Einige davon laufen nun frei dort herum bzw. liegen brav da und lassen sich mit den Touristen fotografieren. Ein wenig mulmig war uns schon dabei, einen Tiger ohne Kette zu streicheln. Ausserdem gab es junge Tiger, mit denen man spielen konnte. Mit einigen Leuten, die auf dem Ausflug dabei waren, verbringen wir noch einen netten Abend.
Ueber Bangkok fuhren wir via Nachtbus nach Chiang Mai. Dort angekommen, treffen wir Steffen wieder und buchen gleich eine 3-Tages-Trekkingtour Richtung Westen (soll dort weniger touristisch sein) fuer den naechsten Tag.
Am ersten Tag der Tour gehts gleich mal nur bergauf und Sascha und ich merken, dass unsere Kondition nach 9 Wochen ohne Sport doch merklich abgebaut hat. Aber wir lassen uns nichts anmerken ;-) Wir besichtigen 2 Doerfer: eines der Meu und eines der Lahu, wo wir auch uebernachten. Die Dorfbewohner lassen sich durch unsere Anwesenheit gluecklicherweise nicht beirren, beachten uns gar nicht und fahren mit der Arbeit fort. Unsere Fuehrerin bereitet auf einem Feuer in unserer Huette ein leckeres Abendessen zu. Abends fuehren uns die Dorfkinder einen Tanz vor. Die Nacht wird kuehl - wie auch schon in Chiang Mai - und wir sind froh, unsere Schlafsaecke dabei zu haben.
Am naechsten Tag wandern wir zum naechsten Dorf der Nahu und danach zu einem erfrischenden Wasserfall bis wir abends im Elefantencamp ankommen. Dort sitzen wir am Abend noch lange mit unserer netten Gruppe (insges. 9 Pers) am Lagerfeuer zusammen. Am naechsten Tag geht es zunaechst mit den Elefanten den Fluss entlang bzw. hindurch. Ein besonders tolles Gefuehl ist es, auch mal direkt auf dem Kopf des Elefanten sitzen zu duerfen. Danach geht es zum Whitewaterrafting, was trotz des relativ niedrigen Wasserstands Spass macht (es artet in Wasserschlachten zwischen den Booten aus) und danach fahren wir auf einem Flooss den Fluss hinunter und bewundern die schoene Landschaft, einige Wasserschlangen und die Elefanten, die immer mal wieder zu sehen sind.
Wir sind uns einig, dass es eine gute Tour war. In Chiang Mai verbringen wir die verbleibende Zeit auf Maerkten und bei einem Kochkurs bei Yui, der uns wirklich viel Spass gemacht hat und das eigene Essen (6 Gerichte) hat noch dazu super geschmeckt!
Am letzten Abend gehen wir noch mit Carl, einem der (5) Teilnehmer des Kochkurses, zum Monkchat, einer Fragerunde bei einem Moench. Die 2 Stunden haben uns wirklich sehr beeindruckt - wir haben sehr viel ueber den Buddhismus im Allgemeinen und ueber das Moenchsdasein gelernt - Sascha sprach danach sogar davon, dass er das naechste Mal unbedingt zum Meditieren ins Kloster moechte!
Am naechsten Morgen verabschiedeten wir uns von Steffen, der seine letzte Woche lieber am Strand verbringen wollte und wir machten uns auf nach Laos. Von Chiang Mai fuhren wir zur Grenzstadt Chiang Khong am Mekong River, wo wir am naechsten Morgen nach Laos uebersetzten.

07.02.2004

1.bangkok - phang nga

2.koh phi phi - koh lanta

3.koh lanta - ko jam - langkawi

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5.koh phangan - koh tao

6.ranong - koh payam - jomtien/pattaya

7.jomtien/pattaya - kanchanaburi - chiang mai

8.laos

9.kambodscha

8.laos
(14.01.04-28.01.04)

In Laos angekommen, stellten wir gleich einige Unterschiede zu Thailand fest. Die erste Strecke nach Luam Nam Tha legten wir mit dem Bus komplett auf einer kurvigen Staubstrasse zurueck. Waehrend der fast 10 stuendigen Fahrt hatten wir 2 Platten, aber nur einen Ersatzreifen dabei, was bedeutete, dass einer davon noch in der Nacht am Strassenrand geflickt werden musste. Kein Vergleich zu den guten Strassen, den komfortablen, haeufig fahrenden und puenktlichen Bussen in Thailand. Waehrend der Fahrt kamen wir an einigen sehr urspuenglichen Huettendoerfern vorbei, jeweils mit einer zentralen Wasserstelle, ohne Strom.
Die erste Stadt Luam Nam Tha hatte da schon einigen Luxus zu bieten: geteerte Strassen, jede Menge Unterkuenfte (mit Bad) und einige Restaurants. Am naechsten Morgen fuhren wir weiter nach Muang Sing, ganz im Norden von Laos. Muang Sing ist ein nettes kleines Dorf mit einem Markt und ein paar Guesthouses. Es sind dort viele Ahka-Frauen (Bergvolk) zu sehen, die einem sehr aufdringlich versuchen, ihre Waren zu verkaufen. Auch einige Bettler waren unterwegs, denen wir die Reste unseres Abendessens ueberliessen. Betteln waren wir von Thailand bisher gar nicht gewoehnt.
Wir liehen uns dort Fahrraeder aus und radelten damit zu einem Hilltribe-Dorf (Akha) und an die chinesische Grenze. Leider riss mir die Kette des alten Fahrrads an der Grenze, so dass ich die 8 km zuerst den Berg runter rollen konnte und spaeter von Sascha geschoben werden musste! Tagsueber war es sehr sonnig und warm, aber die Abende und Morgende waren so bitterkalt, dass man den Hauch sehen konnte und wir alle warmen Klamotten, die wir dabeihatten, anzogen.
Am naechsten Morgen um 8.00 ging es (leider nur moeglich mit dem offenen Truck=Songthaeuw) zitternd zurueck nach Luam Nam Tha und von dort weiter mit dem Bus nach Udomxai (wieder 2 Platten und Reifen flicken auf der Strasse!). Dort fiel unsere geplante Internetsession und unsere ersehnte heisse Dusche leider einem kompletten Stromausfall zum Opfer, was hier an der Tagesordnung zu sein scheint.
Am naechsten Morgen fuhren wir in einem vollgeladenen Songthaeuw weiter nach Nong Khiau und setzten uns in ein Boot Richtung Muang Ngoi. Die Fahrt ging vorbei an einer grandiosen Landschaft. Als uns der Bootsfahrer bat, ein Stueck zwischendrin zu laufen, da der Wasserstand an den Stromschnellen zu niedrig sei, dachten wir uns nichts dabei. Als wir ( insges. 15 Touristen) jedoch eine halbe Stunde spaeter immer noch durch den Dschungel irrten auf der Suche nach dem Flussufer, fand ich das Ganze nicht mehr so lustig. Am Ende liefen wir den ganzen Weg wieder zurueck und warteten, bis wir von dem Thai gefunden und zum Boot geleitet werden konnten. Immerhin hatten wir so ein Dschungel-Trekking umsonst bekommen! Beim Reisen in Laos wird uns taeglich bewusst, dass hier gilt: Der Weg ist das Ziel!
In Muang Ngoi angekommen, kamen wir bei einer sehr netten Familie in einer Bambus-Huette direkt am Fluss unter. Alle Gaeste benutzen zusammen mit der Familie eine sehr einfache Badhuette, die aus einer Boden-Toilette und einer schwachen Duschbrause besteht. Die Dorfbewohner baden sich und waschen sowieso alle im Fluss. Das Dorf besteht aus einer Staubstrasse ohne motorisierten Verkehr und ist von einer fantastischen Fluss- und Berglandschaft umgeben. Wir unternahmen von dort aus eine Wanderung zu einer Hoehle und kamen ueber Reisfelder zu einem Hmong-Dorf. Nach 3 Tagen fiel uns und "Mama" der Abschied sichtlich schwer. Sie hatte uns sehr gut bekocht, sich jeden Abend zu uns gesetzt und uns am Ende ein kostenloses Lunchpaket mit auf die Fahrt gegeben.
Von Muang Ngoi aus fuhren wir ca. 7 Stunden lang in einem kleinen Boot auf dem Fluss Ou hinunter nach Luang Prabang, wo der Ou in den Mekong muendet. Luang Prabang gefiel uns recht gut. Besonders der Blick (bei Sonnenuntergang) vom Huegel mitten in der Kleinstadt ist einmalig. Wir besichtigten einige schoene Wats, von denen es hier 66 (!) gibt. Der Ausflug zu einem nahen Wasserfall (Kuang Si) hat sich wirklich gelohnt. Nach einem abenteuerlichem Aufstieg bis an die Kante, badeten wir in einem eiskalten Pool und genossen den Ausblick auf die Umgebung und die unzaehligen Sturzbaeche. Ein Highlight in Luang Prabang ist ausserdem der abentliche Strassenmarkt mit einem Angebot an schoenen tollen Stoffen.
Von Luang Prabang aus fuhren wir weiter durch die Berge nach Vang Vieng, ein malerisch gelegener Ort, der unserer Meinung nach leider schon etwas zu viel unter den Einfluss der Backpacker gekommen ist: auf der Hauptstrasse reiht sich ein italienisches Restaurant ans andere und es gibt ueberall Filme an zu schauen. Von dort kann man eine Menge Hoehlen besichtigen: Wir liehen uns ein Moped und kletterten zum Eingang der Phu Kham-Hoehle hinauf. Innen stiessen wir auf eine wunderschoene riesige Halle mit einem liegenden Buddha darin.
Von Vang Vieng ging es im Minibus (obwohl wir eigentlich einen grossen Bus gebucht hatten!?) weiter nach Vientiane, der Hauptstadt von Laos.. Dort hatten wir einen halben Tag Zeit, die zahlreichen Tempel und franz. Kolonialhaeuser zu besichtigen. Wir stiessen ausserdem auf den 1. (und einzigen?) Tennisclub in Laos. Die Stadt Vientiane sowie auch Vang Vieng und Luang Prabang sind schon deutlich touristisch gepraegt und bildeten damit fuer uns einen starken Kontrast zum noch sehr urspruenglichen Norden. Dafuer hat man bei den erwaehnten Orten natuerlich auch komfortablere Unterkuenfte sowie die von den Franzosen eingefuehrten frisch gebackenen Baguettes. Da uns der Flug von Vientiane nach Kambodscha zu den Tempeln des Angkor Wat zu teuer war, entschieden wir uns, mit dem Nachtbus weiter Richtung Sueden nach Pakse zu fahren und von dort zu fliegen. Der Flug nach Kambodscha hatte den Vorteil, dass man ein kurzfristiges und auch etwas billigeres Visum direkt am Flughafen bekommt.
In Pakse unternahmen wir noch einen Ausflug zu einem nahegelegenen Dorf und einer Insel auf dem Mekong, wo wir die Gelegenheit hatten, einigen laotischen Frauen beim Weben zu zuschauen. Leider hatten wir aufgrund unseres ablaufenden 15 Tage-Visums keine Zeit mehr, zu den 4 Thousand Islands, einem grossen Inselgebiet im Mekong an der Grenze zu Kambodscha, zu fahren. 2 Wochen sind wirklich etwas zu kurz fuer dieses interessante und schoene Land.

08.02.2004

1.bangkok - phang nga

2.koh phi phi - koh lanta

3.koh lanta - ko jam - langkawi

4.koh lipe - thaleh noi

5.koh phangan - koh tao

6.ranong - koh payam - jomtien/pattaya

7.jomtien/pattaya - kanchanaburi - chiang mai

8.laos

9.kambodscha

9.kambodscha
(28.01.04-03.02.04)

Schon vom Flugzeug aus konnten wir die ersten Unterschiede zwischen Laos und Kambodscha ausmachen. Die Gegend um Siem Reap, wo die beruehmten Tempel des Angkor Wat stehen, war im Gegensatz zum vorwiegend bergigen Laos sehr flach, die Vegetation besteht aus vielen Palmen und die Temperatur war auch wieder deutlich hoeher als im Norden von Laos.
Die Tempel von Angkor Wat erkundeten wir 2 Tage lang mit dem Fahrrad, was ziemlich schweisstreibend war, da das Areal sehr gross ist und wir daher bis zu 60km am Tag zuruecklegten. Es war aber gleichzeitig auch sehr schoen dort auf dem Fahrrad unterwegs zu sein. Mit am meisten beeindruckt haben uns die nicht komplett freigelegten, noch mit Riesenwurzeln ueberwachsenen Tempel, wie z.B. Ta Prohm. Der Tempel Angkor Wat ist schon allein wegen seiner Ausdehnung und dem riesigen umlaufenden Wassergraben einzigartig.
Fuer den 3. Tag mieteten wir uns ein kambodschanisches Tuk Tuk, d.h. ein Motorrad mit (Rikscha-)Anhaenger und Fahrer. Damit fuhren wir zu den etwas weiter entfernten Tempeln mit zum Teil einzigartigen Reliefarbeiten. Schliesslich wollten wir nach 3 Tagen Tempelbesichtigung noch etwas anderes von der Gegend sehen und fuhren zum nahegelegenen riesigen Inlandsee Tonle Sap. Dort besichtigten wir mit dem Boot ein schwimmendes Dorf, was uns sehr beeindruckt hat. Auf den schwimmenden Plattformen leben die Familien mitsamt Ihren Haustieren: Schweinen, Huehnern, Hunden, Affen und z.T. auch Krokodilen (Zucht). Die Familien leben hauptsaechlich von Fischfang und jede Fortbewegung findet mit Booten statt, so auch der taegliche Weg der Schulkinder zur schwimmenden Schule.
Am naechsten Tag auf dem Weg mit dem Boot nach Battambang, der zweitgroessten Stadt Kambodschas, fuhren wir auch wieder ein Stueck ueber den See und dann auf dem Fluss weiter. Unterwegs trafen wir wieder auf jede Menge schwimmender Doerfer sowie auch auf allereinfachste Unterstaende am Ufer, in denen die ganz armen Familien Kambodschas leben. Der Gegensatz zur touristisch auf Hochglanz polierten Stadt Siem Reap koennte nicht groesser sein!
In Battambang hat uns die Hitze dann richtig erwischt und daempfte damit unseren Entdeckungsdrang. Fuer die zweitgroesste Stadt Kambodschas ist Battambang sehr ruhig und beschaulich, ab 22.00 werden hier die Gehwege hochgeklappt! In der Stadt sowie auf dem Markt sind wenige Touristen zu sehen - so bekamen wir wenigstens ein bisschen vom "normalen" kambodschanischen Alltag mit. Auf dem Weg zur thailaendischen Grenze in Poipet waren wir ueberrascht, wie verhaeltnismaessig gut die Strasse doch war.
2 Tage Shopping in Bangkok bildeten den Abschluss unseres aufregenden und schoenen 3-monatigen Suedostasien-Aufenthalts. Ein bisschen wehmuetig war uns schon ums Herz, als das Flugzeug dann Richtung Australien abhob...

08.02.2004